Besuch vom Tanah Lot (Bali)

Wenn man den kleinen Aufgang erst einmal geschafft hat, befindet man sich im Innenhof des Tempels, auf dem ein paar Merus stehen. Sie präsentieren den Götterberg Meru. Hier beim Tanah Lot stehen fünf Merus. Besonders schön ist es, wenn Flut herrscht, denn dann ist die Tempelinsel umspült von Wasser, was wirklich gut aussieht. Man kommt dann auch dorthin, riskiert aber eine nasse Hose, je nachdem, wie hoch das Wasser ansteigt. Der Tempel ist ein beliebtes Fotomotiv und so tummeln sich hier immer viele Touristen. In einer kleinen Höhle am Fuß des Felsens, auf dem der Tempel steht, entspringt eine Süßwasserquelle die ständig von Priestern bewacht wird, weil sie als heilig gilt. Gegenüber von der Quelle gibt es noch eine Höhle, die Ular Suci genannt wird. Hier leben heilige Schlangen, die giftig sind und ebenfalls von Priestern bewacht werden. Gegründet wurde der Tempel vom javanischen Hindupriester Danghyang Nirartha, der auf Java lebte und im 15. Jahrhundert wie viele andere Hindus vor dem Islam flüchten musste. Im 16. Jahrhundert soll einer Sage nach ein Licht von der Küste aufgestiegen sein und als sich der Hindupriester dem Licht näherte, sah er die Felseninsel, auf der er daraufhin einen Meditationsort inmitten des Meeres erschaffen hat.

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Foto: Sunemo / pixabay

So ist die Sage der Entstehungsgeschichte von Tanah Lot, genaue Daten gibt es aber nicht und so weiß niemand, wann der Tempel wirklich entstanden ist. Mir hat es dort vor Ort aber sehr gut gefallen und so kann ich nur jedem empfehlen, Tanah Lot einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich.